Baden mit Hund – Wie man dem Hund das Schwimmen beibringt

Hund beim Schwimmen

Hund beim Schwimmen

Es gibt wohl für einen Hundefreund oder eine Hundefreundin nicht viel Schöneres, als an einem warmen Sommertag gemeinsam mit dem geliebten Vierbeiner am Badesee zu sein und gemeinsam im erfrischendem Wasser herumzutollen. Aber empfinden das die Hunde auch so? Die allermeisten wohl schon, obwohl es auch unter Hunden eher wasserscheue Exemplare gibt, die den schattigen Platz unter einem Baum dem kühlen Nass vorziehen.

Wenn Du einen solchen Hund hast, fragst Du Dich vielleicht: Können alle Hunde von Natur aus schwimmen und nur meiner nicht? Was passiert, wenn mein Fellbündel mal aus Versehen in tiefes Wasser fällt? Wie kann ich Rex oder Bobby das Schwimmen lernen, ohne ihn zu quälen? Diese Fragen sollen hier beantwortet werden.

Können alle Hunde schwimmen?

Im Prinzip können sie es, zumindest aber können sie sich einige Zeit über Wasser halten. Dieser Reflex ist ihnen angeboren. Aber durchaus nicht jeder Hund mag Wasser und manche Hunderassen verabscheuen das Baden sogar. Wer zum Beispiel einen Labrador oder Golden Retriever, einen Setter, Spaniel oder Pudel zu Hause hat, der wird vermutlich mehr Mühe haben, ihn aus dem Wasser heraus zu bekommen, als hinein.

Ganz anders kann es bei einem Mops, einem Basset, einer Bulldogge, einem Husky oder einem Windhund aussehen. Trotzdem kommt es nicht nur auf die Rasse an und wie immer im Leben bestätigen auch bei der Badelust der jeweiligen Fellnase Ausnahmen die Regel. Es gibt auch Bulldoggen, die wahre Wasserratten sind und Labradore, die angewidert die Pfote heben, wenn sie am See-Ufer das kleinste Wellchen spüren. Hunde sind eben auch nur wie Menschen!

Ist baden und schwimmen gut für Hunde?

Ganz sicher, weil eine Abbkühlung an heißen Tagen dem Organismus sehr gut tut und außerdem die Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System gestärkt werden. Bei Hunden mit schwachen oder kranken Gelenken ist das Schwimmen sogar eine sehr gute therapeutische Maßnahme. Es trainiert und massiert schonend Muskeln und Gelenke und eignet sich auch sehr gut für ältere und übergewichtige Hunde.

Außerdem wollen Hunde ja am liebsten überall dabei sein, wo ihre Menschen sich aufhalten und auch die meisten das Wasser liebenden Menschen haben ihre Hunde gern beim Baden dabei.

Wie kannst Du den Hund ans Wasser gewöhnen?

Jack Russel beim Schwimmen

Jack Russel beim Schwimmen

Wie bereits erwähnt ist das bei manchen Hunden die leichteste Sache der Welt, bei anderen eher eine wirkliche Geduldsprobe. Hast Du einen solchen Vierbeiner, dann solltest Du ihn nie ins Wasser tragen oder gewaltsam hinein ziehen. Das würde nur erreichen, dass der Widerwillen oder gar die Angst des Tieres sich steigern. Am besten lässt Du ihn zuerst ruhig am Ufer und zeigst ihm, wie schön es sich zum Beispiel im feuchten Sand spielen und buddeln lässt. Dabei wird er schon einmal ein wenig nass ohne das als schlimm zu empfinden.

In Phase 2 kannst Du nun ein Leckerli oder Spielzeug nach und nach etwas tiefer ins Wasser werfen und so den Hund immer ein Stück weiter locken. Bei Phase 3 wird der Hund meistens so weit sein, dass er auch über seine Stehtiefe hinaus ins Wasser geht und Spaß daran hat. Tut er es auch nach Monate langen Übungen nicht, dann hast Du eben einen der wenigen Nichtschwimmer-Exemplare und das ist auch nicht schlimm.

Fällt ein solcher Hund versehentlich doch mal in tiefes Wasser, zum Beispiel weil er von einem Steg oder aus einem Boot purzelt, dann wird er sich schon über Wasser halten. Wer ganz sicher gehen will, sollte ihm bei Bootsfahrten eine Hundeschwimmweste anlegen.

Wo können Hunde baden und schwimmen?

Bevor Du mit Deinem Hund baden oder schwimmen gehst, solltest Du klären, ob an der angepeilten Badestelle freilaufende Hunde überhaupt erlaubt sind und ob es für Mensch und Tier gefahrlos möglich ist, hier ins Wasser zu gehen. Glassplitter, spitze Steine abgebrochene Äste, starker Pflanzen-oder Algenbewuchs sind wenig geeignet für einen Gang ins Wasser.

Auch solltest Du aufpassen, dass es weder Enten noch Schwäne und anderes Wassergeflügel in der Nähe gibt, vor allem wenn Dein Hund gern jagt oder apportiert. Etwas Vorsicht ist auch beim Baden im Meer geboten. Das Salzwasser wird von Hunden unterschiedlich gut vertragen, wenn das Tier kleine Wunden oder Risse in den Pfoten hat, kann es sehr schmerzhaft werden.


1 Kommentar

  1. VPS server · 27. April 2016

    Damit sich der Hund bei kuhlen Temperaturen und bei kuhlem Wind nicht erkaltet, sollte der Hund nach dem Bad mit einem Handtuch abgetrocknet werden.

Bildquellenangabe: Angelika Koch-Schmid / pixelio.de | A. Wedel / pixelio.de