Hundesteuer – warum und wie viel?

HundesteuerWer privat Hunde hält, muss an die Gemeinde Hundesteuer zahlen. Dieser Fakt wird zwar kontrovers diskutiert, doch jeder, der sich einen Hund anschaffen möchte, sollte sich über die Höhe dieser Abgaben informieren.

Warum müssen für Hunde Steuern bezahlt werden?
Ein Mythos über den Zweck der Hundesteuer hält sich sehr hartnäckig: Die meisten Menschen gehen davon aus, dass mit diesen Geldern die Kosten gedeckt werden, um die Bürgersteige vom Hundekot zu befreien. Nun ist der Hundehalter in fast jedem Ort verpflichtet, die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners mittels Kotbeutel zu entsorgen. Warum müssen trotzdem Hundesteuern geleistet werden?

Bei dieser Abgabe handelt es sich um eine Aufwandsteuer, die nicht zweckgebunden ist. Über die Verwendung dieses Geldes entscheidet somit die Gemeinde. Ob sie damit Bürgersteige reinigen lässt, neue Schreibtische für die Beamten kauft oder das Dach des städtischen Kindergartens erneuert, bleibt ihr überlassen.
Diese Steuer wurde eingeführt, um die Anzahl der Hunde einzugrenzen. In Deutschland besteht die Hundesteuer seit 1809 und war damals eine seuchenpolizeiliche Maßnahme, die der Reduzierung der Tollwutgefahr dienen sollte.

Hier finden Sie die Hundesteuersätze in Ihrer Stadt

 Einen Überblick über die Höhe der Hundesteuer je Gemeinde gibt es hier: http://www.vergleichen-und-sparen.de/hundesteuer.html

Müssen alle Hundehalter Hundesteuern zahlen?
Grundsätzlich müssen alle Hundehalter ihren Hund bei der Gemeinde anmelden. Dort erhält man eine Steuermarke, die am Halsband des Hundes befestigt werden sollte. Wichtig ist, dass bei einer möglichen Kontrolle ersichtlich ist, dass der Vierbeiner angemeldet wurde und für ihn Steuern bezahlt werden. Wer seinen Hund nicht anmeldet und dabei erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Die Hundesteuer gilt für alle privaten Hundehaltungen. Hunde, die aus gewerblichem Grund gehalten werden, sind von der Steuer befreit. Dazu gehören beispielsweise gewerbliche Züchter oder Händler.

Je nach Gemeinde sind Wachhunde, Diensthunde, Hütehunde, Blindenhunde und andere Helferhunde von der Steuer befreit oder es gibt zumindest eine Steuerermäßigung. Wer sich einen Hund aus dem Tierheim holt, muss in manchen Gemeinden erst nach einer bestimmten Zeit Hundesteuern zahlen.

Höhe der Hundesteuer
Wie viel der Hundehalter jährlich für seinen Vierbeiner zahlen muss, hängt von der Satzung der Gemeinde oder Stadt ab. Über die Hundesteuersätze kann sich im Internet informiert werden. Oft wird für sogenannte „Listenhunde“ eine höhere Steuerabgabe verlangt und auch für Halter von mehreren Hunden wird es in der Regel teurer: Für den Zweithund und für jeden weiteren Hund müssen meistens höhere Steuern bezahlt werden, als für den Ersthund.

 


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