Laufband für Hunde – Ab wann sinnvoll?

Laufband

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In der Tiertherapie werden spezielle Tierlaufbänder auch für Hunde eingesetzt, damit die Muskeln ganz gezielt und sehr schonend aufgebaut oder erhalten werden können. Ein Laufband ersetzt keinen Auslauf in der freien Natur.

Allerdings kann es aus therapeutischen Erwägungen wichtig sein, die Muskulatur des Hundes zu stärken oder aufzubauen, beispielsweise nach einer längeren Krankheit, wo gar kein Auslauf für den Hund möglich war.

Der Einsatz von Hundelaufbändern unter fachlicher Aufsicht und einem individuell auf den Hund abgestimmten Trainingsplan kann in Einzelfällen sinnvoll sein und dem Hund auch Freude bereiten.

Dies gilt insbesondere für Hunderassen, die einen sehr hohen und überdurchschnittlichen Bewegungsdrang haben, mit dem gewöhnlichen Auslauf nicht ausreichend ausgepowert sind und zusätzliche Bewegung brauchen, damit sie ausgeglichen sind. Hier kann ein Laufband als zusätzliche Trainingshilfe eine sehr gute Hilfestellung für Dich als Hundebesitzer bieten.

Wann ist es sinnvoll ein Laufband für Hunde zu kaufen?

Viele Hunde, insbesondere mit ausgeprägtem Jagdtrieb, wie beispielsweise Windhunde, haben eine beinahe grenzenlose Kondition und Ausdauer. Sie sind dahingehend gezüchtet, weite und lange Strecken in Sprintgeschwindigkeit zurückzulegen.

Wenn Dein Hund auch mit Begeisterung unangeleint Fährten verfolgt und dabei ein mächtiges Tempo vorlegt, dann gehört er wohl zweifelsohne zu den Rassen, die mit ihrer Ausdauer brillieren.

Es kommt gar nicht so sehr auf die Größe des Hundes an, wenn man sich mit dem Gedanken trägt, ein Laufband zu kaufen. Auch beispielsweise einige Terrierrassen, wie der Border Terrier, können locker dreißig Kilometer am Fahrrad laufen ohne irgendwelche Anzeichen von Erschöpfung zu zeigen. In der heutigen Zeit ist es einem manchmal nicht möglich, gerade jeden Tag derartige Marathonstrecken mit seinem Hund gemeinsam zu bewältigen, damit dieser sich gut fühlt.

Auch die Wetterlage spielt hierbei des öfteren eine wichtige Rolle. Gerade im Winter bei Schnee und Eis sind viele Aktivitäten im Freien nicht ohne weiteres durchführbar. Da könnte der Kauf eines Laufbandes eine sinnvolle Ergänzung zum gewöhnlichen Auslauf sein.

Selbstverständlich soll ein Laufband keinen Auslauf in der freien Natur für den Hund ersetzen. Aber wenn Du einen sehr ausdauernden Hund hast, der sehr viel Lebensfreude beim Laufen langer Strecken hat, dann ist ein Hundelaufband eine ergänzende Option. Schnuppern, um auch andere Gerüche der Artgenossen wahrzunehmen, ist sehr wichtig für die Phsyche eines jeden Hundes.

Die Tierlaufbänder sind ursprünglich für die Rehabilitation in der Tiertherapie entwickelt worden. Ein Hund, der beispielsweise länger erkrankt war und nicht bewegt werden konnte, hat an Muskelmasse verloren. Diese muss dann erst wieder nach und nach aufgebaut und gefestigt werden. Auch Pferde werden beispielsweise an speziell auf sie konstruierte Laufbänder zum Muskelaufbau therapiert.

Die Laufbänder können dem Tier nach kurierter Krankheit einen Wiedereinstieg in die gewohnten Bewegungsabläufe und die Bewegung an sich erheblich erleichtern. Vergleichbar mit einer Rehabilitation beim Menschen nach langer liegender Krankheit.

Ein Laufband als Hilfestellung

Windhund am rennen

Windhund am rennen

Genauso kannst Du Dir im umgekehrten durchaus ein Laufband für Deinen Hund zunutze machen und Deinem Hund den zusätzlichen Bewegungsfreiraum schaffen, indem er sich auf dem Laufband nochmal zusätzlich so richtig auspowert.

Rassen, wie Windhunde, die nicht genug Bewegung erhalten, verkümmern, weil sie komplett unterfordert sind. Hier kann ein Laufband als zusätzliche Ergänzung Erleichterung verschaffen. Insbesondere im Winter bei sehr verschneiten und vereisten Wegen und Hunderennbahnen bietet sich die Zuhilfenahme eines Laufbandes an.

Hinsichtlich der richtigen Auswahl des Laufbandes solltest Du Deinen Tierarzt um Rat fragen. Es gibt unterschiedliche Modelle mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass Du genaue Trainingseinheiten für Deinen Hund in Absprache mit Deinem Tierarzt festlegst.

Denn immerhin soll der Hund ja nicht überfordert werden. Das Training auf dem Laufband soll ihm die rassespezifische Menge an Bewegung regelmäßig zu jeder Jahreszeit ermöglichen und ihn nicht unnötig zusätzlich strapazieren.

Wie bringt man dem Hund das Laufen auf dem Laufband bei?

Am besten gewöhnst Du Deinen Hund an die neue ergänzende Trainingseinheiten auf dem Laufband, indem Du selbst mitläufst. Selbstverständlich solltest Du erst mit kurzen und langsamen Trainingseinheiten beginnen. Nach und nach wird dann das Tempo des Laufbandes gesteigert und auch die Trainingseinheiten gemäß dem aufgestellten Plan ausgedehnt, bis Du dann mit Deinem Hund im ausgestalteten Trainingsplan bist.

Das Laufband sollte hierzu breit genug sein, damit ihr gerade in der Anfangsphase gemeinsam trainieren könnt und Dein Hund an die neue Trainingsform gewöhnt werden kann. Selbstverständlich muss das Laufband euch beide auch ausreichend tragen können, so dass das maximale Gewicht nicht überschritten sein darf.

Fazit

Mit dem Laufband bist Du flexibel und kannst den nötigen Bewegungsdrang Deines Hundes rassespezifisch erfüllen, auch wenn die Jahreszeit es mal nicht zulässt, etliche Zusatzkilometer mit Deinem Hund in der freien Natur zu trainieren. Ein Laufband ersetzt natürlich nicht den freien Auslauf des Hundes, der auch Gerüche seiner Artgenossen draußen wahrnehmen möchte.

Allerdings gibt es Hunderassen, die erst glücklich sind, und deren Tag erst dann Erfüllung bringt, wenn sie ausreichend ausgepowert sind. Hier kannst Du Deinem Hund mit dem Kauf eines Laufbandes und dem regelmäßigem Training sogar einen Gefallen erweisen. Die meisten dieser sehr lauffreudigen Rassen sind Jagdzüchtungen, die draußen besser ausschließlich an der Leine geführt werden sollten.

Ein freier Auslauf in dem Sinne ist hier noch zusätzlich beschränkt, so dass ein zusätzliches Auspowern auf einem Laufband den Hund zu einem ausgeglichenen Begleiter macht. Der Einsatz von Hundelaufbändern unter fachlicher Aufsicht und einem individuell auf den Hund abgestimmten Trainingsplan kann in Einzelfällen sinnvoll sein und dem Hund sehr viel Freude bereiten.


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