Wie viel Schlaf benötigt ein Hund und worauf sollte man noch achten?

Hund schläft auf einer Decke

Hund schläft auf einer Decke

Hunde haben ein wesentliches größeres Schlafbedürfnis als ihre Besitzer. Uns fällt das oftmals gar nicht auf, weil unsere lieben Vierbeiner sich, als besonders soziale Wesen, unserem Tagesrhythmus anpassen. Dein Hund schläft also immer dann, wenn du dich gerade ruhig beschäftigst, wenn du vorm PC sitzt, ein Buch liest oder fernsiehst.

Dein Hund ist allerdings auch wach und aktiv, wenn du es bist. Dabei haben die domestizierten Wölfe von Natur aus ein viel größeres Schlafbedürfnis. Es ähnelt dem von Katzen sehr. Diese sind allerdings viel selbstständiger als Hunde und ziehen sich von alleine zurück, wenn sie müde sind.

Erfahre im Folgenden mehr darüber, wie viel Schlaf dein Hund braucht, warum ausreichende Ruhephasen wichtig sind und worauf du für einen Ruhe fördernden Schlafplatz für deinen Liebling achten solltest.

Warum ausreichend Schlaf für deinen Vierbeiner wichtig ist

Oft siehst du deinen Hund, wie er sich auf die Couch lümmelt, ein Sonnenbad in Fensternähe genießt oder wie er sich ganz einfach in sein Körbchen zurückzieht. Einem Nickerchen oder einer kurzen Auszeit sind Hunde selten abgelenkt.

Ausreichender Schlaf ist für Hunde genauso wichtig, wie für uns Menschen. Eine angemessene Regenerationszeit für den Geist und Körper ist wichtig für das allgemeine Wohlergehen und die Gesundheit. Dabei geht es Hunden wie Menschen gleich. Es ist also ganz normal und sogar wünschenswert, dass der eigene Hund über den Tag verteilt viel döst und die Seele baumeln lässt.

Wenn Hunde zu wenig oder ständig unterbrochene Ruhephasen am Tag haben, hat das auf kurze oder lange Sicht unangenehme Folgen. Anfangs wirkt dein Haustier lediglich etwas aufgedrehter. Hält der Schlafmangel längere Zeit an, werden Hunde grob motorisch und wirken fahrig.

Letzten Endes führt die ungenügende Erholung dazu, dass der eigene Hund reizbar und irgendwann auch aggressiv wird. Bei diesen Verhaltensänderungen bleibt es leider nicht. Auf Dauer sind ein erhöhtes Krankheitsrisiko und chronische Leiden die unangenehme Folge. Daher ist genügend Schlaf für deinen Vierbeiner so wichtig.

Der richtige Schlafplatz und wichtige Rituale

Langhaar-Dackel schläft

Langhaar-Dackel schläft

Vielen Hunden fällt es schwer, zur Ruhe zu kommen. Dabei haben Hunde noch sehr viel Genmaterial vom Wolf in sich. Viele Urinstinkte besitzen unsere Hunde noch, das Schlafen scheinen einige bei ihrer Domestizierung allerdings verlernt zu haben.

Diese besonderen Fälle brauchen ein wenig Unterstützung, um sich ausreichend erholen zu können. Am wichtigsten ist ein geeigneter und bequemer Platz. Der einstige Wolf liegt gern ein wenig erhöht, um das Geschehen bei Bedarf gut im Blick zu haben. Auf der anderen Seite mögen es unsere kalten Schnauzen gern etwas getarnt, wenn sie angreifbar vor sich her dösen. In freier Natur legen sie sich einfach ins hohe Gras, um unentdeckt zu bleiben. Zuhause kann ein Körbchen mit erhöhtem Rand deinem Hund ausreichend Sichtschutz bieten. So kann er sich, wie er es mag, etwas verstecken.

Übrigens mögen es Hunde genauso bequem wie wir. Im Winter mögen es Hunde gern kuschelig und nehmen Decken und Kissen zum Relaxen an. Im Sommer ist ihnen das allerdings viel zu warm. Achte auch darauf, dass dein Hund oder deine Hündin ausreichend Platz in ihrem Körbchen hat. Es sollte mindestens genauso lang wie dein Hund selbst sein, damit dein Haustier sich auch mal ausgiebig strecken und lang machen kann.

Der Standort ist ebenso wichtig. Sinnvoll ist ein guter Aussichtspunkt, an welchem nicht ständig vorbei gelaufen wird. Denn das stört deinen Hund bei seinem wohlverdienten Nickerchen.

Manchen Hunden reicht ein geeigneter Schlafplatz allerdings nicht aus, um zur Ruhe zu kommen. Mit kleinen Ritualen kannst du deinem unruhigen Haustier dabei helfen, runter zu kommen und Schlaf zu finden. Regelmäßige Gassi-Runden sind ein gutes Ritual, um deinem Hund Beständigkeit und Ruhe zu geben. Vermeide zu Hause Hektik und Lautstärke.

Besonders unruhigen Kandidaten wird es sicherlich gefallen, wenn ihre Besitzer sich anfangs gemeinsam mit ihnen hinlegen. Dein sozialer Vierbeiner passt sich, wie bereits erwähnt, deiner Struktur an und wird es dir danken, wenn du bewusst darauf eingehst.

Wie viele Stunden sollte dein Hund schlafen?

Erwachsene Hunde brauchen in der Regel 17 bis 20 Stunden Schlaf. Welpen und alte und kranke Hunde brauchen sogar bis zu 22 Stunden Schlaf täglich. Hierin enthalten ist die Nachtruhe sowie sämtliches Herumdösen und Abhängen über den Tag verteilt.

Im Gegensatz zu uns Menschen braucht dein Hund also viel mehr Stunden Schlaf, um sich wohl zufühlen, psychisch stabil zu sein und ein starkes Immunsystem entwickeln zu können. Hunde brauchen somit sogar mehr Schlaf als Katzen. Die verbringen nämlich nur 16 Stunden am Tag mit Schlafen.


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