Wieviel Zeit braucht ein Hund?

Liegender Hund

Liegender Hund

Neben Katzen sind Hunde die beliebtesten Haustiere. Überlegst Du gerade, ob ein Hund für Dich und Deine Familie der richtige tierische Mitbewohner ist, dann solltest Du nicht nur die möglichen Kosten, sondern auch die benötigte Zeit berücksichtigen.

Neben dem täglichen Gassi gehen, der Fellpflege und Fütterung ist es vor allem die Erziehung bzw. das tägliche Spiel, welches viel Zeit benötigt. Bevor Du Dich also für einen Hund entscheidest, solltest Du Deinen Tagesablauf genau überprüfen, ob auch genügend freie Zeit für das Tier verbleibt.

Tägliche Beschäftigung mit dem vierbeinigen Mitbewohner ist Pflicht

Hunde benötigen Auslauf, wie viel hängt von der Rasse, dem Alter sowie von diversen weiteren Faktoren ab. Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass kleine Rassen weniger Bewegung benötigen als große, entscheidend ist allein die ihnen einmal zugedachte Aufgabe. Das sogenannte „Gassi gehen“ hat neben dem Entleeren von Blase und Darm noch eine weitere wichtige Aufgabe, es dient auch dazu, den Hund körperlich und geistig auszulasten.

Wer also täglich mit seinem Hund die gleiche Runde dreht, der muss sich nicht wundern, wenn sein Freund trotz eines zweistündigen Spaziergangs die Wohnung zerlegt. Ihm fehlt einfach die geistige Herausforderung sowie bei der einen oder anderen sehr lauffreudigen Rasse die Bewegung. Fang- und Suchspiele, Kontakte mit anderen Hunden und wann immer möglich auch wechselnde Strecken schaffen Abhilfe.

Im Allgemeinen gilt, ehemalige Arbeitsrassen wie Husky, Border Collie oder Jack Russel Terrier benötigen mehr Zeit als jene, die schon immer nur einfach schön aussehen sollten. In einer Familie besteht natürlich die Möglichkeit, sich die täglichen Aufgaben rund um den besten Freund des Menschen zu teilen. Der Familienhund wird sich ganz sicher freuen, wenn er mehrmals täglich von einem anderen „Rudelmitglied“ beschäftigt und geistig gefördert wird.

Vom Füttern über die Fellpflege bis hin zu den täglichen Streicheleinheiten

Zwei spielende Hunde auf der Wiese

Zwei spielende Hunde auf der Wiese

Viele Hundebesitzer wissen gar nicht genau, wie viel Zeit sie täglich für ihr Tier aufbringen, denn sie empfinden, weder das tägliche Füttern noch die notwendige Fellpflege als Arbeit. Für Sie ist es einfach schön, wenn ihr bester Freund immer bei ihnen ist.

Gesunde erwachsene Hunde, die eine Mischung aus Trocken- und Nassfutter fressen, erhalten täglich ein- bis zweimal Futter, daher benötigst Du für diese Aufgabe nicht mehr als eine halbe Stunde.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Fellpflege. Insbesondere bei Kurzhaarrassen ist der Zeitaufwand eher gering, langhaarige Hunde hingegen benötigen etwas mehr Zeit. Hast Du Deinen Hund schon als Welpe an das tägliche Bürsten und Kämmen gewöhnt, dann wird er die zwingend notwendige Fellpflege eher als zusätzliche Streicheleinheit verstehen. Die tägliche Schmusestunde ist für Mensch und Hund gleichermaßen von Vorteil.

Mehr Zeit für junge, ältere oder kranke Tiere einplanen

Der benötigte Zeitaufwand für den vierbeinigen Freund kann aus den unterschiedlichsten Gründen stark variieren, dies gilt insbesondere dann, wenn Du Dich um einen jungen, älteren oder kranken Hund kümmern musst.

Junge Hunde benötigen unter anderem mehrmals am Tag Futter, darüber hinaus ist es notwendig, sie nach jeder Ruhephase raus auf die Wiese zu bringen. Die Erziehung des jungen Hundes nimmt natürlich ebenfalls mehr Zeit im Anspruch. Dennoch musst Du natürlich nicht auf einen Hund verzichten, im Tierheim warten viele ältere, zum Teil sehr gut ausgebildete Hunde auf ein neues Zuhause.

Jeder Hund wird früher oder später alt, dann steigt natürlich ebenfalls der zeitliche Aufwand. Die Tiere müssen häufiger raus, weil die Blasenfunktion nachlässt. Nicht selten ist es zudem notwendig die Fütterung entsprechend umzustellen und die Besuche beim Tierarzt werden ebenfalls häufiger.

Wann ein Hund alt wird, hängt unter anderem von der Rasse ab. Darüber hinaus besitzen große Hunde eine kürzere Lebenserwartung als kleine. Doggen zum Beispiel werden in der Regel nicht älter als acht Jahre, Schäferhunde und Co. ebenfalls nur knapp über zehn Jahre. Dackel, Jack Russel Terrier sowie andere kleine Rassen können durchaus fünfzehn Jahre und älter werden.

Ein Rudel

Ein Rudel

Neben den älteren Tieren sind es vor allem kranke Hunde, die sehr viel Zeit benötigen. Viele Hunde erkranken heute schon im Welpenalter an Futterallergien, sie benötigen dann eine spezielle Ernährung, die Du zum Teil selbst zubereiten musst. Der Zeitaufwand kann sich in einem solchen Fall leicht verdoppeln.

Hunde fühlen sich im Rudel am Wohlsten

Bevor Du Dir einen Hund anschaffst, solltest Du genau überlegen, ob Du auch dann in der Lage bist Dich um Deinen Freund zu kümmern, wenn er einmal krank wird oder gar alt geworden ist.

Leichter ist es natürlich, wenn sich mehrere Personen um ein Tier kümmern, dann besteht die Möglichkeit, die Aufgaben und die Verantwortung zu teilen. Ob es sich dabei um eine Familie, gute Freunde oder Nachbarn handelt, spielt keine Rolle. Hunde sind Rudeltiere, sie können sich problemlos auf mehrere Personen einstellen.


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